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Texte, Vorträge, Reden, Briefe, Websites …

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere Texte, stattgefundene Vorträge, interessante Websiten, etc. vor. Themen, die uns am Herzen liegen. Wir hoffen, die Beiträge inspirieren Sie wie uns.

Dialog und Begegnung

Ordensfrauen für Menschenwürde – Im Gespräch mit drei Mitgliedern. Murnau, 30.09.2022

Erzählen als Widerstand- Wenn die Erfahrungen nicht beschrieben werden dürfen, bleiben die Opfer für immer damit allein. Carolin Emcke

Wie wichtig es ist, die eigenen Erfahrungen ins Wort zu bringen und sie damit begreifbar zu machen, zeigt das Buchprojekt „Erzählen als Widerstand“. Dreiundzwanzig Frauen berichten in diesem Buch zum ersten Mal im deutschen Sprachgebiet von Missbrauch, den sie als Erwachsene im Raum der Kirche erfahren haben. Sie erzählen von spirituellem, sexuellem und reproduktivem Missbrauch, immer auch von Macht­missbrauch. Es sind erschütternde Erzählungen, die offen legen, in welchem Ausmaß auch erwachsene Frauen in der katholischen Kirche von Missbrauch betroffen sind.

Den Missbrauch beim Namen zu nennen ist Widerstand gegen die Taten und Widerstand gegen das Vertuschen. Ohne die Frauen, die ihre Erfahrungen in Worte fassen, wäre die derzeitige Forschung kaum denkbar.

Fülle in der verordneten Leere - Reflexionen über Ostererfahrungen während der Corona-Krise 2020

Der folgende Text stammt von zehn Ordensfrauen der Gruppe „Ordensfrauen für Menschenwürde“, die sich im Herbst 2018 in München gebildet hat.
Er reflektiert, wie die Herausforderungen der Corona-Pandemie von den Ordensfrauen kreativ aufgegriffen und bewältigt wurden. Die Erfahrungen betreffen besonders die Themenkreise Sakramentenverständnis, Eucharistieverständnis und Amtsverständnis, bzw. Priesterbild. Als Ordensfrauen, die in vielfältigen internen wie externen Beziehungen stehen, beleuchten wir unsere Gemeinschaftserfahrungen und reflektieren die Frage nach einer alltagstauglichen Begegnung mit Gott, anstelle einer rein ritualisierten Religionspraxis...

Geistlicher Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland

Langezeit galt: „Spiritualität ist immer gut!“ Unter anderem ist sie wichtiger Sinngeber und Resilienzfaktor. Mit dem Bekanntwerden der dramatischen Folgen von spirituellem ist diese Naivität verloren. Nun stellt sich die Frage, woran man den Unterschied zwischen einerseits förderlicher/heilsamer und andererseits manipulativer/missbräuchlicher Spiritualität erkennt.

Die Referentin, Therapeutin und Autorin von Publikationen zu geistlichem Missbrauch, erläuterte Grundlagen geistlicher Freiheit und unterschiedet in ihrem Vortrag geistliche Macht von geistlicher Autorität mit ihren je spezifischen Missbrauchsformen. Hinweise zu Vorbeugung, Intervention und Aufarbeitung rundeten die Veranstaltung ab.

Mit: Dr. phil. Hannah Schulz, systemische Supervisorin (DGSv) und Therapeutin

(HP) in eigener Praxis in Bensberg bei Köln. Ignatianische Exerzitienbegleiterin

und Referentin bei zahlreichen Veranstaltungen im In- und Ausland.

http://sinnvoll-supervision.de

Termin: 27.03.2023, 19:30 Uhr, Zoom

Video vom Vortrag auf Youtube ansehen:

https://www.youtube-nocookie.com/embed/Ae_3kPu1HiQ?si=c7ikBDzBzjR1NFgv

Gottessprache nach Missbrauch

Wie verändert die Erfahrung des spirituellen und sexualisierten Missbrauchs ein Sprechen zu Gott? Es waren die Psalmen, die Schwester Sophia Weixler nach dem Missbrauch die Sprache zurückgegeben haben. Schreibend und betend hat sie sich zurück ins Leben und zu Gott getastet, hat Kraft und Mut geschöpft, das lähmende Schweigen zu durchbrechen und wieder aufrecht zu stehen. Ihre Gebetstexte lassen erahnen, wie Missbrauch Menschen verletzt – aber auch, wie Klagen und Hoffen im Angesicht Gottes zur Quelle neuen Lebens werden.

Sr. Sophia wird an diesem Abend mit uns ihre Gottessuche teilen. Dr. Barbara Haslbeck wird darüber hinaus ihre Erkenntnisse zur Gottessprache nach Missbrauch aus ihrem Forschungsprojekt „Missbrauch an Ordensfrauen“ dazulegen.

Die Veranstaltung soll auch Raum bieten, sich zu diesem wichtigen Thema auszutauschen.
Freitag, 13.10.2023, 17 Uhr-20:00 Uhr, St. Michael

Sr. Sophia Weixler
Dr. Barbara Haslbeck

Kooperation:
OrdensFrauen für MenschenWürde und Diözesanrat

Lesung Frauen ins Amt

Ja zu Diakoninnen und Priesterinnen! Die Antwort der Männer auf „... weil Gott es so will“. Schwester Philippa Rath OSB hat mit ihrem kürzlich erschiene- nen Buch, in dem Frauen von ihrer Berufung zur Di- akonin und Priesterin erzählen, der Diskussion um Weiheämter für Frauen einen kräftigen Schub ver- liehen. Das brandneue Buch „Frauen ins Amt“, das in der Lesung von den Herausgebenden Burkhard Hose und Schwester Philippa Rath OSB persönlich vorgestellt wird, geht noch einen Schritt weiter. 100 Männer, darunter viele Prominente, solidarisie- ren sich mit dem Anliegen der berufenen Frauen.

Menschenwürde -- ja! – aber für alle!

Immer wieder erheben wir unsere Stimme, um an die Menschenwürde aller Menschen zu erinnern. Der folgende Text ist eine Reaktion auf die Erklärung:"Dignitas infinita" vom 08. April 2024, die das Dikasteriums für die Glaubenslehre im Vatikan veröffentlicht hat.

Missbrauch an Ordensfrauen - die erste öffentliche Auseinandersetzung in Deutschland zu diesem Thema

Missbrauch an Ordensfrauen ist weltweit verbreitet und das erschreckende Ausmaß kommt immer mehr ans Tageslicht. Doch wurde das Leid der Frauen, die sich ganz in den Dienst der Kirche stellen, verheimlicht und verdrängt.
Es ist dem Sprechen mutiger Ordensfrauen zu verdanken, dass diese Erfahrungen nun bekannt werden. Sie berichten darüber, wie sie in ihrer Sehnsucht nach einem Leben mit enger Bindung an Gott besonders verletzbar waren. Wie ihre Bereitschaft zu Gehorsam von Führungspersönlichkeiten ausgenutzt wurde. Wie zur spirituellen Manipulation der sexuelle Missbrauch hinzukam. Wie sie abhängig waren und keine Beschwerdewege kannten. Wie auch finanzielle Abhängigkeiten es Frauen in Ordensgemeinschaften erschwerten, aus schwierigen Situationen auszusteigen.
Die Veranstaltung gab Einblick in die Erfahrungen und reflektierte die verschiedenen Ebenen von Missbrauch. Worauf ist besonders zu achten, um Frauen einen freien und selbstbestimmten Weg in Orden zu ermöglichen?

30.09.2022, Veranstaltung der DombergAkademie in Kooperation mit OrdensFrauen für MenschenWürde

Offener Brief der OrdensFrauen für MenschenWürde an den Generalsekretär der CDU, Herrn Carsten Linnemann

An den Generalsekretär der CDU,
Herrn Carsten Linnemann!

Angesichts der inadäquaten Äußerungen Ihres Parteivorsitzenden Herrn Merz sind wir fassungslos. Es handelt sich dabei einzig um polemische Halbwahrheiten, wenn behauptet wird, dass AsylbewerberInnen problemlos sofort alle Zahnbehandlungen erhalten würden, während sich bundesdeutsche Versicherte vergeblich um Termine bemühen müssten.
Nicht zum ersten Mal sind wir entsetzt darüber, wie eine angeblich christliche Partei derart an der Würde des Menschen vorbei agiert.


Als Christinnen und Christen sollten wir besonders in diesen Zeiten - wo rechts-populistisches Gedankengut in Politik und Gesellschaft immer präsenter wird -  Mitmenschlichkeit leben.

Immer mehr sind wir ‘OrdensFrauen für MenschenWürde’ auf der Suche nach dem “C” innerhalb der CDU/CSU und legen Ihnen nahe, dieses fiktive “C” endgültig aus dem Namen Ihrer Partei zu streichen!

Wenn der Seelsorger nicht mehr kommt - wie Frauenorden neue Wege in Liturgie und Seelsorge suchen

Unsere Erfahrungen als Seelsorgerinnen sind zweischneidig: einerseits sind wir als authentische Seelsorgerinnen tätig und helfen vielen Menschen durch unsere Berufung und erworbene professionelle Kompetenzen in ihren Nöten – andererseits erleben wir, dass wir offiziell in unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten ausgebremst werden, indem wir nicht predigen dürfen, wenig Entscheidungsbefugnis haben, keine Sakramente spenden dürfen, usw.
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Wir schweigen nicht!

Das Landesgericht Köln ist in seinem Urteil bezüglich der Schmerzensgeldklage einer Missbrauchsbetroffenen im Erzbistum Köln der Argumentation der Kirche gefolgt.

Diese Argumentation zeigt, dass die Kirche um ihres eigenen Vorteils willen die Rechte der Opfer missachtet.

Wir schweigen zu diesem Unrecht nicht.

Zachäus 2.0 heute muss ich bei dir zu Gast sein

Der Grillabend mit dem Titel „Zachäus 2.0 – heute muss ich bei dir zu Gast sein“ fand am Sonntagabend. 28. Juli 2024 im Pfarrzentrum „Bennopolis“ in München statt.

Die Veranstaltung war eine Kooperation eines Teams der OrdensFrauen für MenschenWürde  (Schwestern Elisabeth Muche, Therese Jäger, Antonia Hippeli und Susanne Schneider) mit dem KDFB St. Benno.

Ca. 60 Personen hatten sich eingefunden.

Sr. Philippa Rath sprach zum Thema „Gastfreundschaft“. Danach entwickelte sich ein lebhafter und anregender Austausch, der die Aktualität des Themas und die unterschiedlichen Erfahrungen der Anwesenden aufzeigte.

Nach diesem inhaltlichen Teil wurde bei Würstchen, Grillkäse und Salaten aller Art bei abendlichem Sonnenschein an den Tischen eifrig weiter diskutiert und auch der gesellige Austausch kam nicht zu kurz.

(siehe auch Impressionen)